Die Beteiligung

Die Beteiligung



Zahlreiche lokal aktive zivilgesellschaftliche Partner*innen sind in die Ausgestaltung ihres Quartiers eingebunden. Gemeinsam mit verschiedenen Fachdisziplinen übernehmen sie die Projektplanung, erproben für WohnquartierPlus (WQ+) neue Formen der Projektsteuerung und unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit (z.B. analoge und digitale Austauschtreffen, maßnahmenbezogene Arbeitsgruppen oder gemeinsame Austauschplattformen).

Entstehend aus diesem Netzwerk werden unterschiedliche Aspekte von Wohnen und Zusammenleben abgebildet. Bereits heute ist diese vielfältige Akteurskonstellation ein wesentlicher Baustein für innovatives Wohnen und sorgende Nachbarschaften.

Von großer Bedeutung für ein erfolgreiches Projekt „in Sachen Wohnen“ sind ferner das zeitliche Eintakten der einzelnen Maßnahmen, Interessensmanagement, „Übersetzer“ zwischen den Fachdisziplinen (Soziales, Technik, Städtebau, Architektur, etc.), inhaltliche Abstimmung, Entwicklung zielgruppenspezifischer Beteiligungsformate, abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit, gute Quartiers- und Stadtteilkommunikation sowie eine prozessbegleitende und summative Evaluation.

Aktionen im Quartier

8. Juli 2021: Eröffnungsveranstaltung
Bei der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag, 8. Juli 2021, gaben Ministerin Nicole Razavi MdL, Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg, Rüdiger Maier, Vorstandsvorsitzender BGNH, und Hanns Hub, Vorstandsvorsitzender BGZ, gemeinsam den offiziellen Startschuss für den Beteiligungsprozess zum „Reallabor Wohnen“. „Das genossenschaftliche Pionierprojekt zeigt beispielhaft , wie wir unsere Nachkriegsquartiere zukunftsfest machen und gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern umbauen können“, so Ministerin Razavi bei ihrer Begrüßung. Sie eröffnete die Laborbühne und richtete ihren Dank insbesondere an die umsetzenden Baugenossenschaften Neues Heim und BG Zuffenhausen, aber auch an die Landeshauptstadt Stuttgart, vertreten durch Bürgermeister Peter Pätzold, an die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27), vertreten durch Intendant Andreas Hofer und Geschäftsführerin Karin Lang, sowie an die Hochschule für Technik. „Sie machen den Quartiers-Umbau mit allen und für alle sichtbar. So eine Offenheit brauchen wir, wenn es um die Zukunftsherausforderungen des bezahlbaren Wohnens geht“, betonte die Wohnbauministerin.

Die bei der Eröffnungsveranstaltung behandelten Themen und das Programm können Sie hier im Einladungsflyer nachlesen. Impressionen der Veranstaltung und ausführliche Informationen zum Projekt finden Sie in der Broschüre, die hier zum Download bereit steht. Einen spannenden Einblick bietet darüber hinaus der Kurzfilm der Veranstaltung.
16. September 2021: Tagung Fachausschuss Wohnen und Leben
Am 16.09.2021 tagte der Fachausschuss Wohnen und Leben des vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. auf der Laborbühne im Quartier „Am Rotweg“. Hauptthema der Delegierten aus verschiedenen Mitgliedsunternehmen aus dem Land war die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen.

Die beiden IBA-Projekte im Stadtteil wurden den Mitgliedern des Fachausschusses vorgestellt: Das Quartier Böckinger Straße der SWSG und das genossenschaftliche Quartier „Am Rotweg“. Martin Gebler (Neues Heim - Die Baugenossenschaft eG) und Cora Westrick (Stadtberatung Dr. Sven Fries) erläuterten anschaulich das WohnquartierPlus, das Neubauquartier im Rahmen der IBA’27 und das Reallabor Wohnen - die drei Bestandteile des Quartier „Am Rotweg“. Grazyna Adamczyk-Arns (IBA’27) verdeutlichte die Herausforderungen, Anforderungen und mögliche Synergien beider IBA-Projekte, die in fußläufiger Entfernung im Stadtteil Stuttgart-Rot umgesetzt werden. Gemeinsam mit Projektpartner*innen des Quartiers „Am Rotweg“ kam es zu einem intensiven Austausch. Ein gemeinsamer Quartiersrundgang und die Besichtigung der IBA-Ausstellung „Gemeinsam wohnen – Häuser und Quartiere für eine Gesellschaft im Wandel" rundeten den Tag ab.

Weitere Informationen können Sie hier nachlesen.
20. September 2021: Impfaktion auf der Laborbühne
Im Rahmen der vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg unterstützen bundesweiten Aktionswoche unter dem Motto #HierWirdGeimpft organisierte die Else-Heydlauf-Stiftung am 20.09.2021 eine Impf-Aktion auf der Laborbühne. Zwischen 12:00 und 18:30 Uhr konnten sich die Bewohner*innen und Besucher*innen in Stuttgart-Rot von einem mobilen Impf-Team des Robert Bosch Krankenhauses gegen das Corona-Virus impfen lassen - ganz niedrigschwellig und ohne Termin. Die Aktion kam sehr gut an - ingesamt wurden an diesem Tag knapp 100 Menschen aus Stuttgart-Rot geimpft.
30.September 2021: Fachexkursion Bundesstiftung Baukultur „Lebensräume umbauen“
Im Rahmen der Baukulturwerkstatt Schwäbisch Gmünd der Bundesstiftung Baukultur zum Thema „Lebensräume umbauen“ besuchten am 30.09.2021 kommunale Vertreter*innen und Fachexpert*innen aus dem Großraum Stuttgart das Reallabor Wohnen in Stuttgart-Rot.

Martin Gebler und Gisbert Renz (Neues Heim – Die Baugenossenschaft eG) stellten die genossenschaftlich getragene Quartiersentwicklung in Stuttgart-Rot und den Beteiligungsprozess im Reallabor Wohnen vor. Anschließend diskutierten die Teilnehmer*innen die Herausforderungen und Chancen bei der zukunftsorientierten Weiterentwicklung bestehender Nachkriegsquartiere und tauschten sich über ihre Erfahrungen aus.




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Prozess­verlauf

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Prozess­verlauf
Start Wohnraum­offensive Das Quartier Die Perspektive Die Innovation Die Be­teiligung Die Labor­bühne Das Zwischen­wohnen Die Modell­wohnung 1:1 Das Schwarz­buch Die Übertrag­barkeit IBA-Netz

Start

Gelebte Beteiligungskultur im Reallabor Wohnen: Mit der Kombination aus Laborbühne und 1:1-Modellwohnung wird in Stuttgart-Rot ein kleines Quartier im „Abrissquartier“ entstehen.

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Wohnraum­offensive

Am 28.12.2020 wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg der Zuschlag für das ambitionierte Vorhaben „Reallabor Wohnen – resilient und generationsgerecht für Alle in Stuttgart-Rot“ erteilt.

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Das Quartier

Das Quartier „Am Rotweg“, das sich auf den Bereich zwischen Rotweg, Fleiner Straße sowie Schozacher Straße konzentriert, ist ein in die Jahre gekommenes Nachkriegsquartier in Stuttgart-Rot.

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Die Perspektive

Unter der Überschrift „WohnquartierPlus Stuttgart-Rot“ (kurz: WQ+) ist eine umfassende Entwicklung im Stadtteil mit verschiedenen Bestandteilen geplant.

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Die Innovation

Das geplante Quartier „Am Rotweg“ benötigt eine mutige und vor allem prozesshafte Herangehensweise mit vielfältigen und ungewöhnlichen Aktivitäten. Der Weg zum Ziel ist dabei kein gerader Weg.

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Die Be­teiligung

Zahlreiche lokal aktive zivilgesellschaftliche Partnerinnen und Partner sind in die Ausgestaltung ihres Quartiers eingebunden. Gemeinsam mit verschiedenen Fachdisziplinen übernehmen sie die Projektplanung, erproben für WohnquartierPlus (WQ+) neue Formen der Projektsteuerung und unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit.

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Die Labor­bühne

In den Zwischenräumen der aktuell noch bestehenden Zeilenbebauung im Quartier „Am Rotweg“ wird als eine Art mobiles Amphitheater temporär ein Experimentierlabor eingerichtet. Auf dieser „Laborbühne“ sollen verschiedene Themen rund ums Wohnen und die Schaffung von Wohnraum.

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Das Zwischen­wohnen

Bereits jetzt laufen vor Ort sichtbare Vorbereitungen für das Quartier „Am Rotweg“. Das Neue Heim investiert experimentell bewusst noch einmal in das vom Abbruch betroffene Quartier (Gebäudestruktur und öffentlicher Raum). Dadurch wird der in Stuttgart angespannte Wohnungsmarkt durch temporäre Vermietung entlastet, Leerstände werden vermietet, Vielfalt im Quartier erweitert, Kreativität gefördert und der Nährboden für weitere städtebauliche Entwicklungen bereitet.

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Die Modell­wohnung 1:1

Modellwohnungen im Format 1:1 unterstützen die neu erarbeiteten Fragestellungen zum Thema Wohnen und ermöglichen es, den Raum der Theorie zu verlassen. Diese Modellwohnungen werden auf Basis des Ergebnisses des Realisierungswettbewerbs im Bestand im Maßstab 1:1 auf den Freiflächen so hergestellt, dass sie begehbar sind, dass dort verschiedene Aktionen stattfinden oder ein „Probewohnen“ organisiert werden kann.

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Das Schwarz­buch

Das Quartier „Am Rotweg“ soll zeigen, dass es ein Leuchtturmprojekt ist, das auch die Potentiale ähnlicher Statteile aufzeigen kann. Mögliche Hürden, Hindernisse oder Stolpersteine sollen dokumentiert werden, um denjenigen eine Art Leitfaden an die Hand zu geben, die es (noch) besser machen möchten. Mit einem Schwarzbuch für Stuttgart-Rot werden auch die Prozesse und Aktionen dokumentiert, die nicht zum Ziel führen, um anhand dieser „Dokumentationen des Scheiterns“ Akteuren in anderen Quartieren an die Hand zu geben, welche Wege sich als Sackgassen entpuppen könnten.

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Die Übertrag­barkeit

Das Quartier „Am Rotweg“ soll zeigen, dass es ein Leuchtturmprojekt ist, das auch die Potentiale ähnlicher Statteile aufzeigen kann. Die Laborsituation in Stuttgart-Rot bietet aufgrund der Akteurskonstellation und der Möglichkeit, weitreichende Quartiersentwicklung zu betreiben, die Chance, ein beispielgebendes Projekt für das Land Baden-Württemberg zu werden und damit auch das Marktgeschehen zu bereichern.

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IBA-Netz

Am 28.12.2020 wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg der Zuschlag für das ambitionierte Vorhaben „Reallabor Wohnen – resilient und generationsgerecht für Alle in Stuttgart-Rot“ erteilt.

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